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| Roböxotica 2008 Zurück in die Zukunft – Von Utopien in Kybernetik und Robotik Die Roböxotica – die in ihrer Wissenschaftlichkeit, Seriosität und niveauvollen Unterhaltsamkeit einzigartige Veranstaltung zum Thema der Kybernetik, Robotik und deren Kontexten – findet heuer zum zehnten Mal statt. Wie auch in den Vorjahren wird die internationale Ausstellung durch ein anspruchsvolles Rahmenprogramm ergänzt: Neben der traditionellen Filmschiene wird es auch wieder eine ergänzende Konferenz zum Schwerpunktthema geben. Mit den bisherigen Arbeitsfeldern war die Roböxotica immer klar der aktuellen, kritischen Auseinandersetzung mit Fragen der Kybernetik und der Robotik verpflichtet. Nicht zuletzt auch anlässlich des anstehenden Jubiläums dieser im besten Sinne zur Tradition gewordenen Veranstaltung soll 2008 unter dem Motto der Utopie stehen. Mit dem Titel "Zurück in die Zukunft" ist dabei aber nicht nur das Feld der Science- und Social Fiction und deren innovationsstiftendes Potential angesprochen; vielmehr wird heuer auch unter dem gesellschaftspolitischen Schlagwort der "Utopie" die Verhandlung kybernetischer und robotischer Grundfragen und deren soziale Wirklichkeit verstärkt Teil des Programms sein. Die technologischen Möglichkeiten und Herausforderungen des angebrochenen 21. Jahrhunderts haben Menschen und Maschinen immer stärker zusammenrücken lassen; in Aussagen namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist die Realexistenz Künstlicher Intelligenz bereits nur noch eine Frage der Zeit. Technische Innovationen und gesellschaftliche Normvorstellungen bzw. Verrechtlichungstendenzen prallen hier aufeinander – und lassen dabei, trotz der positiven Aspekte z.B. in der Humanmedizin – das wirkungsmächtige Utopia nicht selten als Schreckensvorstellung erscheinen. Die Realisierung des Konzepts "Cyborg" scheint realistischer und näher denn je, der Bedarf nach einer konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung mit ebendiesen Fragen darf dabei nicht ausbleiben. Technologie als angewandte, sozial implementierte Technik wirkt sich entsprechend auf den wissenschaftlichen Diskurs aus: Kybernetik, als die Wissenschaft von der Struktur komplexer Systeme und ihrer Nebenwirkungen, ist als Universaldisziplin in Diskussion geraten. Die schon in den Grundsätzen der Disziplin vorhandenen, humanwissenschaftlichen Elemente bilden eine notwendige Ergänzung zu den transportierten und perpetuierten technizistischen Sichtweisen. Die gesellschaftliche Realität, und auch dies ist immer Teil der Aufgabe der Roböxotica gewesen, braucht sozusagen Interdisziplinarität und die erwähnten Teilelemente um sich auf angemessene Weise mit den Strukturentwicklungen‚ "Künstlichkeit – Natürlichkeit", wirtschaftspolitisch-militärischen Transfer- und Ordnungsprozessen und ästhetischen Debatten mit hohem gesellschaftlichem Impactfaktor (z.B. Cyberpunk – (Post)Cyberpunk) sinnvoll auseinandersetzen zu können. Die Roböxotica ist aufgrund ihrer Ausrichtung, Frequenz und Wirkung die ideale, barrierefreie Option um diese komplexen Themenfelder zu vermitteln, praktisch und theoretisch darzustellen und in angemessenem Rahmen zu diskutieren.
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